Vision

Viele Themen brennen in unserer Zeit. „News“ begleiten uns fast ununterbrochen, ob relevant oder nicht, sie erscheinen alle im gleichen Gewand der Dringlichkeit und lassen uns von einem Bedrohungsszenario in die nächste Debatte stolpern. Wenn wir keine Handlungsmöglickeit sehen, beginnen wir abzuhärten. Zu Verhärten. Doch auch das führt in eine Leere und hinterlässt ein Ohnmachtsgefühl.
Mit unseren Produktionen knüpfen wir an dringende gesellschaftliche Themen an und machen sie auf einer künstlerischen Ebene erfahrbar. Wenn sich Bild und Ton ergänzen, wenn der Tanz das Groteske einzelner Bewegungen im eigenen Körper nachschwingen lässt, dann geht es nicht mehr um Schlagzeilen und „brisante Themen“, dann wird etwas fühlbar und nah. Und – davon sind wir überzeugt – nur aus der Nähe, aus dem offenen Herzen heraus, können sich Handlungen ergeben, können sich Wege eröffnen, kann etwas Neues entstehen.

Wir wollen eine performative Perspektive auf gesellschaftliche Themen eröffnen und sie so zurück tragen in die dazugehörigen Communities und Bewegungen. Zu Menschen, die nach Worten oder Bildern suchen, für ein Gefühl. Zu Jugendlichen, die ihre Einzigartigkeit finden wollen in einem Dschungel an Bildern und Kommentaren. Zu euch, zu Ihnen, zu uns selbst, die wir unser eigenes Schiff unter siebeneinhalb Milliarden Menschen durch den Alltag manövrieren.

Unsere spartenübergreifenden Formate bieten hierbei die Chance, unsere Produktionen auch an besonderen Spielorten zu zeigen, die für Tanzproduktionen eher ungewöhnlich sind, wie es z.B. schon mit dem Stück EYE INSIDE im Futurium Berlin gelungen ist. In diesem Sinne sehen wir auch die multimedialen Netzwerke und sozialen Medien als Plattform, auf denen die Überschneidungen zwischen Bühne und Film, Musikvideo und Liveperformances einen Raum eröffnen, in dem sich Menschen berühren lassen.

Über uns

Die Company wonder & me wurde 2018 von den Schwestern Caroline und Katharina Wunderlich gegründet. 2011 standen sie mit Don’t you das erste Mal gemeinsam auf der Bühne, viele weitere Projekte folgten. Beide interessierten sich schon lange für die Grenzüberschreitungen, die Verbindungen verschiedener Genres, das was in der Überschneidung neu entsteht. Jede in ihrer Kunstform hatten sie ihren Ausdruck bis ins Detail geschliffen. In ihrer Begegnung wurde die Farbpalette neu gemischt, Erfahrungen geteilt und Muster und Schubladen über Bord geworfen.

Mit wonder & me sind die Produktionen größer geworden, was zu zweit auf der Bühne begann, zeigt sich heute in genreübergreifenden Kooperationen. Eins ist geblieben, die gemeinsam über das Leben gewachsene nahe Sprache und das Ausloten dessen, was über das Gewohnte hinausreicht. Die Stücke zeichnen sich durch eine bis ins Detail vernetzte Abstimmung verschiedener Kunstformen aus und schaffen damit eine oft überraschende, immer aber durchdringende, ergreifende Atmosphäre.